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Anzucht & VermehrungLaufender Praxisversuch

Fette Henne im X-Stream bewurzeln – funktioniert das?

Von

Anfang des Jahres hatte ich drei Fette-Henne-Pflanzen. Inzwischen stehen rund 60 bewurzelte Pflanzen im Boden. Jetzt möchte ich zusätzlich sehen, wie sich 21 Sedum-Stecklinge in 9 Zellen im X-Stream entwickeln – und die Wurzeln direkt dokumentieren.

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Fette Henne im X-Stream bewurzeln – funktioniert das?

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Anfang des Jahres hatte ich drei Fette-Henne-Pflanzen. Inzwischen stehen rund 60 bewurzelte Pflanzen im Boden. Jetzt möchte ich zusätzlich sehen, wie sich 21 Sedum-Stecklinge in 9 Zellen im X-Stream entwickeln – und die Wurzeln direkt dokumentieren.

Blühende Fette Henne mit rosa Blütenständen im Garten.
Bild 1 · Mutterpflanze: Die blühende Fette Henne im Garten, von der der Trieb für diesen Ansatz stammt.

Versuchsstart: 25. September 2026

Fette Henne vermehre ich seit Monaten ganz normal vegetativ im Garten. Der X-Stream ist ein zusätzlicher Ansatz: Aus einem Blütentrieb habe ich 21 Stecklinge vorbereitet und auf 9 Zellen der aeroponischen 40er-Station verteilt. Die Bilder zeigen die Vorbereitung und den Start. Sobald sich Wurzeln zeigen, ergänze ich diese Dokumentation um die Entwicklung der 21 Stecklinge.

Von drei Pflanzen zu rund 60

Aus den drei Fetten Hennen zu Jahresbeginn ist durch meine bisherige Vermehrung bereits ein beachtlicher Bestand geworden: Ungefähr 60 bewurzelte Pflanzen stehen heute im Boden. Diese Pflanzen sind kein Ergebnis des X-Stream-Versuchs vom 25. September. Gerade weil die Vermehrung im Garten gut klappt, kann ich mit dem X-Stream eine andere Frage verfolgen: Wie entstehen die Wurzeln an den einzelnen Stecklingen?

Einen Blütentrieb in Stecklinge zerlegen

Für diesen Ansatz habe ich einen blühenden Trieb an der Mutterpflanze geschnitten. Auf dem Tisch wurde er in kleinere Stücke zerlegt und die Blüten wurden entfernt. Am Ende lagen 21 vorbereitete Stecklinge vor mir.

Blaue Gartenschere am Stängel einer Fetten Henne unter dem Blütenstand.
Bild 2 · Schnittstelle: Die Schere sitzt unterhalb eines Blütentriebs an der vorgesehenen Schnittstelle.
Abgeschnittener Stängel zwischen fleischigen Blättern der Mutterpflanze.
Bild 3 · Nach dem Schnitt: Ein kurzer Reststängel bleibt an der Mutterpflanze stehen.
Abgeschnittener Stängel der Fetten Henne mit rosa Blüten auf grauem Tisch.
Bild 4 · Entnommener Trieb: Der abgetrennte Blütentrieb liegt zur Vorbereitung auf dem Tisch.
Mehrere Abschnitte des blühenden Fette-Henne-Triebs auf dem Tisch.
Bild 5 · Trieb zerlegen: Der Blütentrieb ist in kleinere Abschnitte zerlegt.
Haufen abgetrennter rosa Blüten und Blütenteile auf grauem Tisch.
Bild 6 · Entfernte Blüten: Die entfernten Blüten liegen nach der Vorbereitung gesammelt auf dem Tisch.
Einundzwanzig grüne Fette-Henne-Stecklinge verschiedener Größe auf dem Tisch.
Bild 7 · 21 Stecklinge: Aus dem Blütentrieb wurden 21 Stecklinge vorbereitet; rechts liegen entfernte Blüten.

21 Stecklinge in 9 Zellen im X-Stream

Alle 21 vorbereiteten Stecklinge habe ich auf 9 Zellen im X-Stream verteilt. Damit sind 9 von 40 Zellen belegt; in den belegten Zellen stehen teilweise mehrere Stecklinge. Unter der Trägerplatte lässt sich die Sprühzone ansehen; später kann ich dort die Wurzelentwicklung verfolgen, ohne die Stecklinge aus Erde ziehen zu müssen.

21 grüne Sedum-Stecklinge, verteilt auf 9 Zellen der X-Stream-Station, von oben.
Bild 8 · Einsetzen: Alle 21 vorbereiteten Stecklinge werden auf 9 Zellen des X-Stream verteilt.
Seitlicher Blick in den X-Stream unter die Trägerplatte mit Sprühwasser.
Bild 9 · Blick unter die Platte: Unter der angehobenen Trägerplatte ist die Sprühzone zu sehen.
X-Stream mit transparenter Haube und 21 Stecklingen in 9 von 40 Zellen.
Bild 10 · Gesamtansicht: 21 Stecklinge stehen in 9 der 40 Zellen; die übrigen Zellen bleiben bei diesem Ansatz frei.

Meine Erfahrung mit dem X-Stream

Ich nutze die Station seit über einem Jahr und bin insgesamt sehr zufrieden. Das Material ist etwas dünn, vor allem der Deckel. Bisher hat bei mir aber alles gehalten. Für mich war der X-Stream sein Geld wert. Das ist meine persönliche Einschätzung aus der Nutzung, keine allgemeine Kaufempfehlung.

Es gibt Schaumstoffpads, in die man Stecklinge einsetzen kann. Bei dieser Fetten Henne brauche ich sie nicht. Bei besonderen Chili-Stecklingen würde ich sie eher verwenden: Sie geben zusätzlichen Halt und können den Wurzelbereich besser abdunkeln. Allerdings verschmutzen die Pads bei jeder Anwendung mit. Das gesamte System halte ich daher möglichst sauber.

Zur Einordnung: X-Stream gibt es als einfachen, beheizten und aeroponischen Vermehrer. Die aeroponische Ausführung bietet der Hersteller mit 12, 20, 40, 80 oder 120 Plätzen an. Hier steht meine 40er-Station. Herstellerangaben zu den aeroponischen Größen

Mehr als Stecklingsvermehrung

Bei mir leistet der X-Stream mehr, als die Bezeichnung Vermehrungsstation vermuten lässt. Die Anzucht von Gemüse für eine spätere Hydrokultur funktioniert darin sehr gut. Die Jungpflanzen können ohne Erde und mit frei entwickeltem Wurzelsystem in die weitere Kultur gehen.

Auch Basilikum-Stecklinge habe ich darin produktiv genutzt: Ist die Station voll und dünge ich nach dem Wurzelaustrieb leicht mineralisch, wird daraus eine echte „Pesto-Maschine“. Das ist eine Erfahrung aus meiner bisherigen Nutzung – unabhängig von den 21 Sedum-Stecklingen dieses Versuchs.

Warum jetzt Sedum?

Fette Henne braucht den X-Stream nicht zwingend. Gerade weil sie sich bei mir gut vermehren lässt, möchte ich die Wurzelbildung in der Station genauer beobachten: Wann erscheinen die ersten Wurzeln, an welcher Stelle des Triebs entstehen sie, wie unterscheiden sich die 21 Stecklinge, und wie entwickelt sich ihr Wurzelsystem? Später interessiert mich auch, wie das Umsetzen klappt.

Die aktuelle Bildserie endet beim Einsetzen am 25. September. Die Wurzelentwicklung dieses Ansatzes ist der nächste Teil des laufenden Praxisversuchs.

Ausblick auf 2027

Die rund 60 bewurzelten Pflanzen im Boden bilden meine Ausgangslage für das nächste Jahr. Dann möchte ich beobachten, wie viele neue Pflanzen sich innerhalb einer Saison daraus gewinnen lassen. Wenn aus drei Pflanzen bereits rund 60 geworden sind, muss bei 60 noch lange nicht Schluss sein.

Für den eigenen Ablauf vom Steckling bis zur Weiterkultur unterstützt die Anzucht- und Vermehrungsplanung bei der Auswahl und Abstimmung der Schritte.

Verwendete Technik & Bezugsquellen

Nutriculture X-Stream 40

Dieses aeroponische Vermehrungssystem mit 40 Stecklingsplätzen verwenden wir auch bei Nordlicht. Hier findest du das vorgestellte Modell direkt beim Händler.

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Drei weitere Blicke auf dieselbe Pflanzengruppe

Die Ansätze in Einzeltöpfen, im Gartenboden und im X-Stream werden getrennt dokumentiert. Daraus ergibt sich hier noch kein kontrollierter Methodenvergleich.