Nährstoff · Mikronährstoff

Molybdän: wenig benötigt, aber wichtig für die Nitratnutzung

Molybdän ist unter anderem Cofaktor der Nitratreduktase und damit direkt am Stickstoffstoffwechsel beteiligt. Der Bedarf ist äußerst gering, und seine Verfügbarkeit reagiert anders auf den pH als viele Metall-Mikronährstoffe.

Kurzüberblick

Auf einen Blick

Aufnahme
als Molybdat (MoO₄²⁻)
Mobilität
vergleichsweise mobil, artspezifisch
Typischer Mangelhinweis
Chlorosen und Symptome, die Stickstoffmangel ähneln können
pH-Besonderheit
bei saurem pH häufig schlechter verfügbar
Für Paprika
essentiell, aber nur in sehr kleinen Mengen benötigt

Redaktionell geprüft

Was Molybdän in der Pflanze macht

Molybdän ist Bestandteil beziehungsweise Cofaktor von Redoxenzymen. Besonders wichtig ist seine Rolle in der Nitratreduktase.

Fehlt Molybdän, kann die Pflanze vorhandenes Nitrat schlechter in den Stickstoffstoffwechsel einschleusen.

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Beim pH verhält sich Molybdän besonders

Während Eisen, Mangan und Zink bei hohem pH häufig schlechter verfügbar werden, ist Molybdän in stark sauren Böden oft schlechter verfügbar.

Darum sollte ein vermeintlicher Molybdänmangel immer zusammen mit dem pH betrachtet werden.

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Wie sich Molybdänmangel zeigen kann

Mögliche Symptome sind gelbliche bis bräunliche Chlorosen und kulturabhängige Blattdeformationen. Ältere Blätter können zuerst betroffen sein.

Da die Nitratverwertung beeinträchtigt wird, kann das Gesamtbild an Stickstoffmangel erinnern.

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Bedeutung für Paprika

Paprika benötigt Molybdän, allerdings in sehr kleinen Mengen. Nordlicht führt Mo deshalb innerhalb der vollständigen Mikronährstoffversorgung und nicht als typischen Einzeldünger.

Eine Zusatzgabe ohne Diagnose ist wegen des geringen Bedarfs nicht sinnvoll.

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Mangelsymptom ist noch keine Diagnose

Blattfarbe und Schadbild sind wichtige Hinweise, aber selten eindeutig. pH, Wasserführung, Wurzelfunktion, Salzbelastung, Temperatur und andere Nährstoffungleichgewichte können sehr ähnliche Symptome verursachen.

Nordlicht leitet deshalb aus einem einzelnen Symptom keine automatische Düngegabe ab. Erst der Anbaukontext und – wenn nötig – Boden-, Substrat-, Wasser- oder Gewebeanalyse machen eine Diagnose belastbarer.

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Quellen

Nachweise