Nährstoff · Mikronährstoff

Mangan: Photosynthese und Enzyme – stark vom pH abhängig

Mangan ist für die Photosynthese, den Stickstoffstoffwechsel, Wurzelprozesse und zahlreiche Enzymsysteme wichtig. Seine Verfügbarkeit reagiert stark auf pH, Feuchte und Konkurrenz mit anderen Metall-Mikronährstoffen.

Kurzüberblick

Auf einen Blick

Aufnahme
als Mn²⁺
Mobilität
gering bis mäßig – Symptome häufig an jüngeren Blättern
Typischer Mangelhinweis
interkostale Chlorose mit länger grünen Adern
pH-Effekt
hoher pH kann Verfügbarkeit senken; sehr niedriger pH kann Toxizität fördern
Wechselwirkungen
Fe, Cu, Zn und weitere Metall-Mikronährstoffe können die Aufnahme beeinflussen

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Was Mangan in der Pflanze macht

Mangan aktiviert zahlreiche Enzyme und ist unmittelbar an der Wasserspaltung in der Photosynthese beteiligt. Es spielt außerdem im Stickstoffstoffwechsel, bei Ligninbildung und Wurzelwachstum eine Rolle.

Der Bedarf ist klein, die Funktion aber essentiell.

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pH, Feuchte und andere Metalle beeinflussen die Verfügbarkeit

Mit steigendem pH kann Mangan schwerer verfügbar werden. Umgekehrt nimmt bei sehr sauren Bedingungen das Risiko einer zu hohen Manganverfügbarkeit zu.

Minnesota Extension weist außerdem darauf hin, dass höhere Konzentrationen von Kupfer, Eisen, Nickel und Zink die Manganaufnahme reduzieren können.

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Wie sich Manganmangel zeigen kann

Typisch ist eine Aufhellung zwischen den Blattadern, während die Adern dunkler bleiben. Häufig sind jüngere Blätter zuerst betroffen.

Das Erscheinungsbild ähnelt Eisen- und Zinkproblemen stark. Eine sichere Zuordnung nur per Foto ist daher schwierig.

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Bedeutung für Paprika

Paprika benötigt Mangan als Mikronährstoff, ohne dass Nordlicht daraus eine eigene pauschale Mangan-Dosierkurve ableitet.

Bei Symptomen ist der pH- und Wurzelraumkontext meist wertvoller als eine ungezielte Mangan-Zugabe.

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Mangelsymptom ist noch keine Diagnose

Blattfarbe und Schadbild sind wichtige Hinweise, aber selten eindeutig. pH, Wasserführung, Wurzelfunktion, Salzbelastung, Temperatur und andere Nährstoffungleichgewichte können sehr ähnliche Symptome verursachen.

Nordlicht leitet deshalb aus einem einzelnen Symptom keine automatische Düngegabe ab. Erst der Anbaukontext und – wenn nötig – Boden-, Substrat-, Wasser- oder Gewebeanalyse machen eine Diagnose belastbarer.

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Quellen

Nachweise