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Anzucht & PflanzenentwicklungKeimlinge in der Anzuchtplatte

Wald-Vergissmeinnicht nach der Keimung: vom Keimblatt zur ersten Jungpflanze

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Noch sind die Pflanzen winzig. Ich halte die Keimblätter in meiner Anzuchtplatte fest und beobachte, wann sich daraus die ersten echten Blätter und kompakte Jungpflanzen entwickeln.

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Anzucht & PflanzenentwicklungKeimlinge in der Anzuchtplatte

Wald-Vergissmeinnicht nach der Keimung: vom Keimblatt zur ersten Jungpflanze

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Noch sind die Pflanzen winzig. Ich halte die Keimblätter in meiner Anzuchtplatte fest und beobachte, wann sich daraus die ersten echten Blätter und kompakte Jungpflanzen entwickeln.

Anzuchtplatte mit mehreren sehr kleinen Sämlingen und paarweise geöffneten Keimblättern
Beide Aufnahmen zeigen dieselbe frühe Anzuchtphase: Die Keimblätter sind erkennbar, ein erstes echtes Laubblatt lässt sich auf den Fotos noch nicht sicher beurteilen. Im Querformat sieht man mehr von der Platte, im Hochformat einzelne Zellen näher.

Beim Wald-Vergissmeinnicht denkt man meistens zuerst an die kleinen blauen Blüten. Meine Pflanzen sind davon noch ziemlich weit entfernt. Im Moment stehen in der Anzuchtplatte erst winzige Sämlinge, teilweise gerade mit vollständig geöffneten Keimblättern.

Genau diese Phase möchte ich trotzdem festhalten. Denn später, wenn daraus kompakte Jungpflanzen geworden sind, ist kaum noch zu erkennen, wie unscheinbar die Entwicklung begonnen hat.

Bei meiner Aussaat handelt es sich um das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). In diesem frühen Stadium geht es mir weniger darum, eine unbekannte Pflanze sicher zu bestimmen. Ich weiß schließlich, was ich ausgesät habe. Interessanter ist für mich die Frage, wie sich die Pflanze unmittelbar nach der Keimung verändert und ab wann typische Merkmale sichtbar werden.

Direkt nach der Keimung bestimmen die Keimblätter das Bild

Ganz am Anfang sieht das Wald-Vergissmeinnicht noch nicht besonders typisch aus. Nach dem Auflaufen öffnen sich zunächst zwei einfache Keimblätter. Bei meinen Sämlingen wirken sie klein, breit oval bis rundlich und stehen dicht über dem Substrat. Mit den späteren Blättern einer Vergissmeinnicht-Pflanze haben sie optisch noch nicht viel gemeinsam.

Das ist bei vielen Pflanzen so: Die Keimblätter sind nicht einfach verkleinerte Ausgaben der späteren Laubblätter. Sie sind bereits im Samen angelegt und unterstützen den jungen Sämling in seiner ersten Entwicklungsphase. Wer nur das ausgewachsene Wald-Vergissmeinnicht kennt, würde diese beiden kleinen Blätter deshalb kaum mit der späteren Pflanze verbinden.

Zwischen den Keimblättern beginnt die eigentliche Pflanze

Der für mich interessanteste Punkt liegt genau zwischen den beiden Keimblättern. Dort entwickelt sich der Vegetationspunkt weiter und das erste echte Laubblatt erscheint. Auf meinen Fotos dominieren noch die Keimblätter; ob bei einzelnen Sämlingen bereits ein echtes Blatt sichtbar wird, kann ich aus diesen Aufnahmen nicht verlässlich beurteilen. Das will ich mit einer späteren Nahaufnahme festhalten.

Die Sämlinge stehen nicht alle exakt im selben Stadium. Das muss nicht bedeuten, dass mit einzelnen Pflanzen etwas nicht stimmt: Auch innerhalb einer Aussaat läuft die Entwicklung nicht auf die Stunde genau synchron ab. Eine Aufnahme der ganzen Anzuchtplatte hält diesen Ausgangszustand fest.

Mit den echten Laubblättern verändert sich das Erscheinungsbild

Sobald die ersten richtigen Blätter vorhanden sind, beginnt sich das Wald-Vergissmeinnicht von seinem sehr einfachen Keimlingsstadium zu entfernen. Weitere Laubblätter folgen und die Pflanze baut nach und nach einen kompakten bodennahen Blattbereich auf. Beim Wald-Vergissmeinnicht entwickeln sich zunächst bodennahe Blätter, bevor später die deutlich aufrechteren Blütentriebe entstehen.

Die Entwicklung lässt sich grob so verfolgen: Keimblätter → erstes echtes Blatt → mehrere Folgeblätter → kompakte Jungpflanze → später aufrechte Triebe. Genau diesen Übergang möchte ich mit diesen Pflanzen weiter dokumentieren. Für mich ist das interessanter, als erst wieder ein Foto zu machen, wenn die Pflanze bereits blüht.

Die ersten Blätter sehen noch nicht aus wie die spätere Pflanze

Ein häufiger Fehler bei der Beurteilung junger Pflanzen ist, nach den Merkmalen der ausgewachsenen Pflanze zu suchen. Das funktioniert hier nur bedingt. Ein blühendes Wald-Vergissmeinnicht besitzt einen ganz anderen Aufbau als ein wenige Millimeter großer Sämling. Selbst die später deutliche Behaarung und die charakteristischeren Laubblätter spielen direkt nach der Keimung noch keine große Rolle.

In dieser Phase schaue ich deshalb vor allem auf die Entwicklung selbst: Wie öffnen sich die Keimblätter? Wann erscheint das erste echte Blatt? Wie verändert sich dessen Form? Wann kommen die nächsten Blätter hinzu? So ergibt sich mit der Zeit ein vollständigeres Bild der Art.

Die Behaarung wird erst später wirklich interessant

Das Wald-Vergissmeinnicht gehört zu den Raublatt- oder Boretschgewächsen (Boraginaceae). Auch Myosotis sylvatica entwickelt behaarte Blätter und Stängel. Bei meinen frisch gekeimten Pflanzen würde ich daraus allerdings noch kein Bestimmungsmerkmal machen: Die Sämlinge sind aktuell schlicht zu klein, und die Fotos zeigen keine verlässlich auswertbare Behaarung.

Mit den kommenden echten Laubblättern wird dieser Punkt interessanter. Dann lässt sich mit Nahaufnahmen besser zeigen, wie sich die Blattoberfläche verändert und wann die Behaarung mit bloßem Auge deutlicher wird.

Kann man Wald-Vergissmeinnicht schon als Keimling sicher erkennen?

Bei meiner eigenen Aussaat weiß ich, welches Saatgut dort liegt, und kann deshalb die Entwicklung von Anfang an verfolgen. Bei einem unbekannten Sämling irgendwo im Garten wäre ich vorsichtiger. Zwei kleine rundliche Keimblätter reichen nicht aus, um eine unbekannte Pflanze sicher als Wald-Vergissmeinnicht zu bestimmen.

Auch innerhalb der Gattung Myosotis gibt es Arten, die sich im vegetativen Zustand ähneln. Für eine sichere botanische Artbestimmung können später Merkmale hinzukommen, die ein frisch aufgelaufener Sämling noch nicht besitzt: Form und Behaarung der Laubblätter, Wuchsform sowie Merkmale an Blütenstand, Kelch, Fruchtstielen und Früchten beziehungsweise Klausen.

Meine bekannte Aussaat wiedererkennen und einen unbekannten Sämling bis zur Art bestimmen sind zwei verschiedene Aufgaben.

Vom Sämling zur kompakten Jungpflanze

Wenn weitere echte Blätter erscheinen, wird das Wald-Vergissmeinnicht zunehmend leichter wiederzuerkennen. Die bodennahen Blätter werden größer als die ersten Keimblätter und bilden nach und nach die Grundlage für die weitere Entwicklung. Erst später strecken sich Triebe, die Pflanze gewinnt an Höhe und schließlich entstehen die typischen Blütenstände. Die Pflanze muss jetzt noch nicht nach einem fertigen Vergissmeinnicht aussehen.

Was ich zur Keimung sagen kann

Für meine Aussaat habe ich keine genaue Keimtemperatur oder feste Keimdauer dokumentiert. Solche Werte möchte ich daher aus dem aktuellen Bestand nicht ableiten. Mich interessiert hier vor allem die Zeit nach dem Auflaufen. Genau dort stehen die Pflanzen momentan.

Eine junge Pflanze muss im Herbst noch nicht groß sein

Wald-Vergissmeinnicht kann zwei- beziehungsweise mehrjährig wachsen und wird im Garten häufig wie eine zweijährige Pflanze kultiviert. Eine junge Pflanze kann zunächst einen vegetativen Aufbau entwickeln, durch die kalte Jahreszeit gehen und erst später blühen. Ob meine spät im Jahr dokumentierten Sämlinge gut durch den Winter kommen, ist noch offen.

Ich möchte meine Pflanzen jetzt nicht möglichst schnell groß bekommen. Viel interessanter ist für mich eine kompakte und stabile Jungpflanze. Gerade bei dieser Herbstanzucht wird spannend, wie groß die Pflanzen noch werden, bevor die Temperaturen weiter sinken.

Das nächste interessante Stadium kommt schon bald

Die aktuellen Bilder bilden für mich den Ausgangspunkt. Noch sind die Sämlinge extrem klein. Meine weitere Dokumentation soll ungefähr diese Entwicklung zeigen: geöffnete Keimblätter → erstes echtes Laubblatt → mehrere Folgeblätter → kompakte Jungpflanze → Überwinterung → Frühjahrsentwicklung → Blütentriebe → Blüte. Was davon bei diesen Pflanzen tatsächlich passiert, halte ich erst mit späteren Beobachtungen fest.

So entsteht mit der Zeit eine echte Entwicklungsdokumentation. Die kleinen blauen Blüten kennt schließlich fast jeder. Viel weniger bekannt ist, wie unscheinbar diese Pflanze einmal angefangen hat.

Namen und Einordnung
Deutscher Hauptname: Wald-Vergissmeinnicht.
Weitere Bezeichnung: Garten-Vergissmeinnicht.
Botanischer Name: Myosotis sylvatica Ehrh. ex Hoffm.
Familie: Boraginaceae (Raublattgewächse/Boretschgewächse).
Englisch: wood forget-me-not, garden forget-me-not; auch woodland forget-me-not.
Historische Kombinationen nach Kew: Myosotis arvensis subsp. sylvatica und Myosotis palustris var. sylvatica. Diese Namen ersetzen nicht den heute akzeptierten Artnamen.

Wer meine Anzuchtstation im Zusammenhang sehen möchte, findet die Belegung und Entwicklung der Platten im Beitrag zur Anzuchtstation. Einen anderen frühen Blattübergang dokumentiere ich beim Feldrittersporn. Die dort gezeigten geteilten Laubblätter sind bereits viel deutlicher vom Keimblattstadium zu unterscheiden.

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Die nächste Anzuchtphase

Der aktuelle Entwicklungsstand bleibt dokumentiert; spätere Merkmale und Ergebnisse werden erst nach weiterer Beobachtung ergänzt.