Vorgarten 1: vom trockenen Rasen zum wachsenden Beet
Noch kein fertiger Schaugarten, sondern ein ehrlicher Zwischenstand: Auf rund 15 × 3 Metern entsteht Schritt für Schritt eine zusammenhängende Pflanzfläche.

Als wir begonnen haben, bestand ein großer Teil der Fläche aus trockenem Rasen. Der Sommer 2026 war knochentrocken, der Boden sandig, mager und durstig. Dazu kommt ein klarer Lichtverlauf: Sonne bis ungefähr 14 Uhr. Genau daraus musste die Pflanzung entwickelt werden – nicht aus einem beliebigen Wunschbild.
- Fläche
- etwa 15 × 3 Meter
- Licht
- Sonne bis etwa 14 Uhr
- Ausgangslage
- trockener Rasen, vorhandene Gehölze und Einzelpflanzen
- Ziel
- mehr Beetfläche, zusammenhängende Gruppen und weniger ungenutzter Rasen
15. August: Bestand lesen, Flächen öffnen
Der erste Schritt war kein kompletter Kahlschlag. Die vorhandene Tanne, die große Hortensie, Rosen und weitere eingewachsene Pflanzen geben der Fläche bereits Höhe und Orientierung. Um diese Anker herum wurden Beetkonturen geöffnet und erste Pflanzbereiche vorbereitet.


16. August: Aus Inseln wird eine Struktur
Am nächsten Tag wurde besonders das linke Beet weitergeführt. Die neuen Flächen verbinden vorhandene Pflanzen, statt um jede einzelne Pflanze eine kleine Insel stehen zu lassen. Dadurch entsteht bereits eine ruhigere Grundstruktur, obwohl große Bereiche noch leer sind.

11. September: Die erste Pflanzung zeigt Richtung
Knapp vier Wochen später waren im linken Beet erste Gruppen und Abstände erkennbar. Es blieb bewusst viel offene Erde: Junge Pflanzen brauchen Raum, und bei einer wachsenden Sammlung muss nicht jede Lücke sofort mit großen Einkaufspflanzen geschlossen werden.

14. September: ein Beet, das sichtbar weiterwächst
Heute lässt sich die Idee über die gesamte Fläche besser lesen. Die Hortensie bleibt ein kräftiger Mittelpunkt. Rosen und weitere vorhandene Pflanzen werden einbezogen; junger Goldlack gehört zu den neu aufgebauten Pflanzen. Erste Blüten setzen kleine Akzente, während die Fette Henne bereits zeigt, wie wertvoll robuste, gut vermehrbare Pflanzen für solche Flächen sind.




Warum der unfertige Stand wichtig ist
Eine Fläche wie diese wird nicht besser, wenn sie am ersten Tag möglichst voll aussieht. Entscheidend ist, vorhandene Pflanzen richtig einzuordnen, Wuchsräume mitzudenken und zu beobachten, welche jungen Pflanzen mit Boden und Licht klarkommen. Erst danach werden Lücken gezielt geschlossen und wiederkehrende Gruppen verstärkt.
Ein guter Pflanzplan lässt Entwicklung zu. Er zeigt nicht nur, wie ein Beet am Pflanztag aussieht, sondern wie es in den nächsten Jahren zusammenwachsen kann.
Genau deshalb bleibt dieser Beitrag offen. Der nächste Zwischenstand zeigt nicht nur neue Blüten, sondern auch, welche Gruppen sich bewährt haben, wo nachgepflanzt wird und welche Bereiche noch einmal verändert werden müssen.
Jede Pflanze bekommt ihren Platz
Warum aus Aussaaten, Stecklingen und sehr unterschiedlichen Gartenflächen ein zusammenhängendes Vielfaltsprojekt entsteht.
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